Da ich mich ja nun auch beruflich mit diesem Thema herumschlage, soll dies hier auf dem Blog natürlich auch nicht zu kurz kommen und Erwähnung finden.
Es wurden bereits Bände über gutes und vor allem anwenderfreundliches Webdesign verfasst. Ich will hier auch keine ausgetretenen Pfade gehen, sondern einfach meine Meinung und Ansichten zu diversen Bereichen kundtun und evtl. Lösungs- oder Denkansätze liefern.
Neben der reinen Optik geht es bei der Gestaltung von Webseiten vor allem um Nutzerfreundlichkeit. Navigation und Aufbau der Webseiten sollen möglichst vielen Menschen entgegen kommen. Hier erfahren aber z. B. viele behinderte Menschen Nachteile, sie benötigen Webseiten, die barrierefrei gestaltet sind. Werden in einem Hypertext zu viele Wahlmöglichkeiten von Links gegeben, kann dies zu einer Desorientierung, dem so genannten Lost in Hyperspace führen.
Zur Benutzungsfreundlichkeit kommt die Zugänglichkeit, die sich in der Vermeidung von Techniken manifestiert, durch die Informationen nur mit einem bestimmten Browser erreichbar sind, oder durch das Schaffen von (Text-) Alternativen zu multimedialen Inhalten. Flash und andere Browsererweiterungen müssen deswegen nicht grundsätzlich vermieden werden, es sollte aber sichergestellt sein, dass der Inhalt auch ohne diese Techniken voll abrufbar bleibt.
Hier gilt form follows function (engl. wörtl. (Die) Form folgt (aus der) Funktion). So soll sichergestellt sein, dass bei zum Teil kunstvollem Design die Benutzbarkeit (engl. Usability) der Webseite nicht verloren geht.
Ein wichtiger Aspekt beim Webdesign ist eine korrekte Textauszeichnung und Kenntnisse in Webtypografie. Während Webseiten für die Browsergenerationen 4 (Netscape 4 und Internet Explorer 4) noch sehr unterschiedlich geschrieben wurden, kann der Webentwickler in den aktuellen Versionen (Mozilla, Internet Explorer 6, Opera, Konqueror, usw.) eine weitgehende Unterstützung der Standards des W3C erwarten.
Webdesign unterscheidet sich vom Design für andere Medien vor allem durch diese starke Leserorientierung. Sie ist darin begründet, dass Websurfer meist gezielt nach Informationen suchen und eine Site nur so lange besuchen wie unbedingt nötig. Die starke Textlastigkeit von Webdesign hängt z. T. allerdings auch mit den Indizierungsmöglichkeiten von Suchmaschinen zusammen.
Was nützt die schönste Web-Seite, die vielleicht alle zur Verfügung stehenden WebDesign-Techniken (Flash, Video, animierte Gif’s und und und) einsetzt, wenn sie aber von Niemandem, insbesondere den Suchmaschinen, gefunden bzw. gelesen werden kann?
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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar »
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20. Juni 2009
20:25
Interessanter Artikel, vielen Dank!
23. Februar 2011
08:52
Wahrhaftig ein super Kommentar. Ich muss echt diesen Blog mal mehr besuchen